Christian Bobst

Editorial, 2014

Hinter den Masken des Times Square

Für ein paar Dollar Trinkgeld lassen sich die Superhelden mit Touristen ablichten. Rund 50 Millionen Besucher zieht die leuchtende Welt des Times Square im Jahr an. Viele von ihnen wollen ein Stück New York mit nach Hause nehmen
Nachdem einige der Helden Probleme mit der New Yorker Polizei hatten, stellte die Stadt Hinweisschilder auf:
Hinter den Masken stecken meist Einwanderer aus Südamerika, die wenig oder gar kein Englisch sprechen und teilweise 12-14 Stunden auf der Straße stehen. Probleme mit der Polizei erschweren den Job zusätzlich
Aus rund 30 Ikonen sind in drei Jahren insgesamt über 200 geworden. Die Stadt will die Darsteller stärker regulieren. Sie sollen eine Lizenz erwerben. Jetzt haben die Superhelden eine Gewerkschaft gegründet, um sich zu wehren
Buzz Lightyear und Elmo versorgen mit der Arbeit ihren Sohn. Weil das Babys krank ist, arbeiten sie seit Tagen durch, um die Arztrechnungen bezahlen zu können
Nach einem langen Arbeitstag packt Virgilia Reyes ihr Kostüm ein. An guten Tagen verdient das Paar bis zu 200 Dollar an Trinkgeld, an schlechten auch mal nur 20 Dollar
Viele Touristen scherzen mit den Figuren, anderen ist der Spaß vergangen. Der Darsteller hinter diesem Cowboy Woody-Kostüm soll Frauen sexuell belästigt haben und steht deshalb vor Gericht

Projektbeschrieb

http://www.geo.de/GEO/reisen/fotogalerien/new-york-hinter-den-masken-des-times-square-79228.html

Publikationsinformationen

Titel der Arbeit
Hinter den Masken des Times Square
Publikation
Geo (Online)
Ausgabe
21.11.2014