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Editorial, 2013

Menschen am Cern

Kategoriensieger "Editorial" 2013

Der theoretische Physiker John Ellis (links) und sein Kollege Keith Olive vergleichen in Ellis Büro Daten.
Die Physikerin Elisa Rapisarda, Experimentalphysikerin bei ISOLDE, einem der vielen Experimente, die am Cern durchgeführt werden, in ihrem Büro, erbaut in den 70-er Jahren.
Im modernsten Bürokomplex am Cern, wo Menschen von überall herkommend zusammen forschen.
Ein frisch vermählter Mitarbeiter des Cern wurde von seinen Arbeitskollegen
nach seiner Rückkehr aus den Flitterwochen mit einem ballonüberfüllten Büro überrascht.
Eine der vielen vollgeschriebenen Wandtafeln am Cern. Diese sind in den Diskussionen über (Un-)Möglichkeiten ein wichtiges Arbeitsinstrument. Manchmal laufen die Gedanken so schnell, dass fast keine Zeit zum Saubermachen bleibt.
Der Physiker Richard Kellogg in seinem Arbeitsraum, ratlos vor seiner Kaffeemaschine stehend, die nicht will, wie er es gerne möchte.
Kleine Cafeteria in einer Materialhalle des Cern in Meyrin, erbaut in den 70er Jahren. Hier treffen sich Mitarbeiter zum Fachsimpeln.
Ein Mitarbeiter des CLOUD Experimentes vor seinem Maschinenpark. Die kleinsten Fehler können Experimente zum Stillstand bringen.

Projektbeschrieb

Das Cern (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) in Genf ist vielen Menschen ein Begriff, vor allem seit der Entdeckung des Higgs-Teilchens seit Peter Higgs im letzten Jahr den Nobelpreis für Physik gewonnen hat.
Vom Cern sieht man seit dem Bau des 27 Kilometer langen LHC-Tunnels vor allem Bilder der beeindruckenden Experimente, die bis zu hundert Meter unter der Erde gebaut wurden und elf Monate im Jahr nicht zugänglich sind.
Was an der Oberfläche passiert, bekommt man auf Fotos nur selten zu Gesicht, auch wenn am Cern bis zu 10 000 Menschen (Forscher, Techniker und viele andere Fachkräfte) aus der ganzen Welt forschen.
Auf einer Erkundungstour durch das Cern werden die Menschen, die sich diese Experimente ausdenken und sie auch bauen, zu den Protagonisten. Während über zwei Jahren bin ich immer wieder eingetaucht in diese Welt, in der passionierte Wissenschaftler und Techniker aus aller Welt zusammenkommen, um sich unter Gleichgesinnten auf Augenhöhe auszutauschen, in einer Umgebung,
die vor allem von den 50-er- bis 70-er-Jahren gebaut und seither nicht mehr wesentlich verändert wurde.

Das dazugehörige Buch «Menschen am Cern» (englisch «Inside Cern») ist erschienen bei Lars Müller Publishers, Zürich (432 Seiten, 295 Fotos).

Publikationsinformationen

Titel der Arbeit
Menschen am Cern
Publikation
Das Magazin
Ausgabe
43
Seite(n)
1- 46
Buchtitel
Menschen am Cern
Verlag
Lars Müller Publishers, Zürich
ISBN
978-3-03778-262-0